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Sechs Typen für Vorsorge identifiziert

Studie: Sparen ist Charakterfrage

Es scheint wohl vor allem eine Frage der Persönlichkeit zu sein, mit welcher Intensität Menschen für ihr Alter vorsorgen. Gesellschaftliche Schicht, Bildung oder berufliche Stellung spielen eher eine untergeordnete Rolle.

Das fanden Berater des unabhängigen Maklers Laudatio in einer mittelfristig angelegten Studie heraus. Jeder wisse eigentlich, worum es geht. Konsumverzicht oder Arbeit lebenslänglich heißt in der Regel die Alternative für diejenigen, die ihren Ruhestand nicht privat absichern. Altersarmut einmal ausgeschlossen. Nur die wenigsten handelten danach, stellten auch die Berater fest, nachdem sie 500 Bürger im Alter zwischen 30 und 55 Jahren persönlich interviewten. Gerade einmal jeder Dritte Befragte sichere die Zeit nach dem Berufsleben frühzeitig gründlich ab.

Dabei gebe es durchaus verschiedene Verhaltensmuster. "Sechs verschiedene Altersvorsorge-Typen konnten wir aus den Erhebungsdaten ableiten", sagt Laudatio-Geschäftsführer Thomas Lau. Während etwa die einen alles unternehmen, um später sorgenfrei zu leben, gehen andere hohe Risiken ein, was die Absicherung betrifft. Jeder vierte Befragte gehöre laut Studie zur Gruppe der Zauderer, mit 25 Prozent der zweitgrößte Anteil. "Diese Menschen wissen zwar, daß sie aktiv vorsorgen sollten, sie treffen jedoch keine Entscheidungen. Oft weil sie die Übersicht in der Flut der Angebote verloren haben, " sagt Lau. Da die Anlagezeit immer kürzer werde, müßten Zauderer entweder höhere Beträge aufwenden oder Investmentrisiken eingehen. Lau: "Gerade die Vertreter der Generation 48plus zählen zu dieser Gruppe, weil sie hofften, die staatliche Rente reiche später schon aus."

Den Abenteurern (sechs Prozent) laufe die Zeit sowieso davon. Aber aus anderen Gründen. Sie zockten gern und liebten es, Risiken einzugehen. Sei seien im übrigen beratungsresistent und informierten sich via Internet. Jeder achte gehöre zu den Sorglosen. Altersvorsorge finde bei ihnen als Thema gar nicht statt, sie hofften höchstens auf eine gute Erbschaft.

Signifikant viele Frauen gehörten zur Gruppe der Genießer, 16 Prozent der Gesamtheit. Sie gäben sich optimistisch und besonders empfänglich für innovative Produkte, entschieden spontan. Dies gelte auch für die Performer, nur sei dieser Teil, dem acht Prozent zugeordnet werden, auf maximalen Profit aus.

Last but not least gebe es eine passable Menge an Sicherheitsbewußten, die etwa 30 Prozent ausmachten. Sie organisierten alles akribisch bis ins kleinste Detail. "Diese Personen planen langfristig und vertrauen bekannten Unternehmen wie Allianz, Hamburg Mannheimer, den Sparkassen und vergleichbaren Institutionen.

Wer testen will, welcher Altersvorsorgetyp er selbst ist, kann dies im Internet unter www.48plus.de herausfinden. khm

Artikel erschienen am 14. August 2005

Welt am Sonntag